VIRTUAL BRAIN

oder die Überwindung des Todes

24. (PR) - 26. Februar 2021, 20 h, 27. Februar 2021, 18 h / 5. - 8. Mai 2021, 20 h, 9. Mai 2021. 18 h,
Orangerie Theater Köln, Tickets: info[at]orangerie-theater.de
Kontakt: info [at] wehr51.com

Wir stehen am Scheideweg zu einer neuen Evolutionsstufe, die verspricht, den Traum von der Überwindung des Todes und den von der Unsterblichkeit endlich wahr zu machen. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Technologien, wie intelligente Prothesen und Brain-Computer-Interfaces, bereiten dafür den Weg. Wie wird er aber aussehen? Als posthumaner Zustand einer virtuellen Welt in konservierten Hirnen oder einer Mensch-Maschinen-Symbiose, wie es James Lovelock in „Novozän“ beschreibt?

Selbstoptimierung ist zum Life-Style geworden. Intelligente Prothesen und Hirn-Computer-Schnittstellen versprechen neue Formen menschlichen Lebens, u.a. vertreten durch den Transhumanismus. Was aber verspricht sich der Mensch von dieser Selbstoptimierung, wo liegt die Grenze zur Manipulation und was ist das Eigene am „Ich“? Wann ist der Mensch Mensch? Haben wir früher die Unsterblichkeit mit dem ewigen Leben gleichgesetzt, so scheint sie heute einem Ersatzteillager physischer und informationsverarbeitender Komponenten gleichzukommen. Nicht-Funktionierendes wird ersetzt, und es entsteht ein "?...?"

Angesichts der Verletzbarkeit des Menschen hat das Thema eine herausragende Bedeutung. Die beiden Perspektiven –Optimierung des Körpers und abstrakt-geistige Hirn-Computer-Welt- einander gegenüberstellend, schreiben die beiden Autoren Charlotte Luise Fechner und Götz Leineweber je einen Teil. Raumfüllende Visualisierungen an der Schnittstelle „virtuell-abstrakter“ und „realer“ Welt und die emotionale Führung durch sensible Klangräume und Surround-Mixing von Sibin Vassilev kreieren neue Räume.

mit: Asta Nechajute, Marc Fischer, Torsten-Peter Schnick, u.a.

Texte: Charlotte Luise Fechner, Götz Leineweber | Regie: Andrea Bleikamp | Dramaturgie: Rosi Ulrich | Lichtdesign: Jan Wiesbrock | Musik/Sound: Sibin Vassilev | Video: Jens Standke | Technik: Jan Kutscher | Regie-Assistenz: Gina Bensch | PR & Öffentlichkeitsarbeit: neurohr & andrä

Produziert von WEHR51, in Kooperation mit Freihandelszone - ensemblenetzwerk köln, Orangerie Theater, Köln
gefördert durch: Kunststiftung NRW, Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen des Sonderprogramms AUTONOM, Kulturamt der Stadt Köln, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste.