Trans-S URAUFFÜHRUNG

Virtual-Reality-Theater über die wahrnehmenden Sinne in einer mixed-Media Umgebung

14. - 17.9.2022, jeweils 19.00 und 21.00 h
Freies Werkstatt Theater Köln, Zugweg 10, 50677 Köln

Podcast Folge 11 mit Prof. Dr.-Ing. Rüdiger Dillmann und JProf. Dr. Christoph Rodatz über Virtual Reality und Theater:

 

Inhaltlich inspiriert von der Erfahrung der Pandemie erzählt Trans-S die Geschichte von einem Menschen, der, nach einer zu seinem Wohl verhängten Isolation, in eine neue digitale Welt entlassen wird. In einem 3-teiligem Setting treten die ZuschauerInnen mit einer VR-Brille in eine skurrile Lebenswelt, begegnen sich wie in einer Fremderinnerung im Kontrollraum wieder und stehen schließ­lich einem Roboter und seinen philosophischen Fragen der Zukunft gegenüber. Wahrnehmung, Bewusstsein und Realität standen schon in früheren Produktionen, wie TRANSFLEISCH, format BLACKBOX:, BLUR und VIRTUAL BRAIN im Mittelpunkt der Auseinandersetzung. Mit Trans-S werden nun die ZuschauerInnen in ein immersives Erlebnis hineingezogen, das die Fragestellungen sinnlich erlebbar macht.

Konzept: Andrea Bleikamp (Regie) | Rosi Ulrich (Text/Dramaturgie) | Jens Standke, Fabian Kampa (Video, VR) | Sibin Vassilev (Komposition/Sounddesign)
mit: Anna Möbus, Tomasso Tessitori, Friederike Mittnacht, Marion Bihler-Kerluku, Gina Bensch, Tina Junge | Stimmen: Kai Hufnagel, Mareile Metzner, Ilka Teichmüller | Bühne: Trixy Royeck | Kostüm: Paula Noller | Maskenbau: Marion Bihler-Kerluku | Requisite: Gina Bensch | Lichtdesign / Technik: Jan Kutscher | Regie-Assistenz: Gina Bensch | PR & Öffentlichkeitsarbeit: neurohr & andrä

PR: 5.5.2022, (UA) / 6.–8. / 12.–15.5. 2022, jeweils 19.30 und 21.00 h (sonntags 18:00 und 19:30 h),

Trailer

Presse

"„Trans-S“ von Wehr 51, zurzeit am Freien Werkstatt Theater zu erleben, ist kein Schauspielabend im herkömmlichen Sinne, sondern spielt mit der Wahrnehmung des Zuschauers. Man muss sich darauf einlassen – und wird mit einer nicht alltäglichen Erfahrung belohnt." (Kölnische Rundschau Mai 2022)

"Wird mir heute Abend über? Für gewöhnlich stellt man sich diese Frage nicht auf dem Weg ins Theater. An diesem Abend wohl. Denn auf dem Programm steht ein Stück mit VR-Brille. Die skurrile Hybrid-Inszenierung spielt mit der Lockdown-Erfahrung, Vorschriften zum Wohle aller zu internalisieren, während man zunehmend das Gefühl verliert, dass es alle anderen überhaupt noch gibt. Hinter der VR-Brille trifft man dann auch eine alte Freundin wieder, die sich total verändert hat. Sie ist jetzt ein Cyborg und auch die Stadt, selbst der eigene Garten sehen anders aus. Über das in andere Sphären abgeglittene Publikum unter den Kissenmützen wachen die Wärter.Innen, sprühen Duft und Nieselregen, aber alles ist bloß billiger künstlicher Abklatsch. Die post-pandemische Welt ist gar nicht schön: Man blickt sich um, sieht geometrische Formen und einen kleinen Roboter, der die neueste Wissenschaft erklärt. Die Rückkehr ins Hier und Jetzt ist erleichternd - und schließlich führt die Generalin in den nächsten Raum, der ein ganz neues Licht auf die Szenerie wirft. Diese Pointe sollte man zum Wohle der nachkommenden Gäste allerdings für sich behalten. (StadtRevue, Juli 2022, Philippa Schindler)

"...Macht euch unbedingt selbst einen Eindruck - vor allem dann, wenn ihr noch nie eine VR-Brille aufhattet." (Kritik-gestalten, 6.5.2022, Isabelle Stier)

Textauszug

Avatar: Du fällst in alte Muster. Wir leben jetzt in Gaia und als Mitbürger von Gaia versuchen wir Konkurrenz zu vermeiden.

Ich: Du meinst Gaia die griechische Göttin, die aus dem Chaos geboren wurde, also ohne Zutun von Eizelle und Spermie?

Avatar: Die Gaia-Hypothese besagt, dass das System Erde ein einziger lebender Organismus ist, und die einzelnen Teile sich gegenseitig bedingen. Beide, Mensch und Avatar wollen überleben und das können sie nur, wenn sie die Erde vor der Überhitzung und dem Kollaps bewahren.

Ich: Oh ne, das ist jetzt nicht dein Ernst

...

Avatar: „Wenn ich dir beim Denken zuschaue, langweile ich mich so stark, wie wenn du den Pflanzen hier im Garten beim Wachsen zuschauen würdest. Der Unterschied von Denk- und Handlungsgeschwindigkeit von mir, einer Künstlichen Intelligenz, zu dir, einem Menschen, liegt etwa bei 10.000. Wenn Du weißt was ich meine?“

Ich: „????“

Avatar: „Gähn“

Ich: „Äh du meinst du denkst 10.000 mal schneller als ich?“

Wiederaufnahme und VR-Version gefördert durch: Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Bundesverband Soziokultur im Rahmen von NEUSTART KULTUR, Kulturelle und soziokulturelle Programmarbeit

Stückentwicklung gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen des Programms #takecare

Eine Produktion von WEHR51 in Koopration mit Freihandelszone
gefördert durch Kulturamt der Stadt Köln, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, der RheinEnergie Stiftung Kultur und dem NRW KULTURsekretariat.
Für die Leihgabe danken wir dem Humanoid Robots Lab der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn

     Stückentwicklung