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DAS EXCHANGE-PROGRAMM

Im Rahmen der Aufführung von IS deutsche Räuber im Dschihad:

Night-Talk mit Dr. Sandra Nuy

„Terrorism is aimed at the people watching, not at the actual victims. Terrorism is theatre“ lautete schon 1974 die provokative These des amerikanischen Terrorismusexperten Brian Jenkins. Tatsächlich ist Terrorismus als Form politischer Gewalt auf die Erzeugung von angstbesetzter Aufmerksamkeit ausgerichtet und damit zwingend auf die Schaffung von Öffentlichkeit angewiesen. Medien wiederum können terroristische Aktionen schwerlich ignorieren, bedienen diese doch zu viele Nachrichten-faktoren. Der Night-Talk ist diesem besonderen Verhältnis von Medien und Terrorismus auf der Spur. Wir laden Sie bei einem Glas Wein ein, über Erkenntnisse der Terrorismusforschung und die Inszenierung zu diskutieren.

Sandra Nuy ist Privatdozentin für Medienwissenschaft und Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Seminar für Sozialwissenschaften an der Universität Siegen. Sie lehrt und forscht in den Bereichen Politische Kultur und Medienästhetik, Dramaturgien des Politischen, Erinnerungskulturen. Seit dem Studium ist sie auch als freiberufliche Kulturjournalistin und Theaterkritikerin tätig. Sie lebt in Köln und ist Mitglied im Theaterbeirat der Stadt Köln und Mitglied der Jury des Kurt Hackenberg Preises für politisches Theater, verliehen von der Freien Volksbühne Köln.