The Perfect Clon

eine experimentelle Tanzexploration mit Hologramm

eine Koproduktion mit Sara Blasco Gutiérrez
April 2021, Tanzfaktur, Köln

Wer bin ich, wer war ich und wer will ich sein? Wie verstehen wir uns selbst und wie verstehen uns die Menschen um uns herum? Bin ich wirklich, die Person für die mich andere halten, für die ich mich selbst halte? Wir leben in einer dualen Welt - real und virtuell zugleich - voller kleiner digitaler Gespräche, Emoticons und Videoübertragungen, schnellen und oberflächlichen Gesprächen, die körperliche und emotionale Nähe durch Likes und Follower ersetzt. Wie weit gehen wir, um diese zu erhalten?

„The Perfect Clone“ beschäftigt sich mit Selbstbildnissen und dem Verhältnis zwischen der virtuellen und der echten Welt. Es fragt nach dem, was wir bereit sind online zu sagen und was wir vorgeben zu sein und stellt diesem Bild den Spiegel der Realität gegenüber. Ist die Person, die wir online sind, „echter“ als unsere „reale“ Person – was ist wahr und was ist falsch?

Um diesen Fragen nachzugehen, lädt „The Perfect Clone“ die Zuschauer ein, einen Blick in die Welt einer namenlosen Protagonistin zu werfen. Geboren in den 80er Jahren ist sie Teil der Brückengeneration, situiert zwischen der digital natives, der jüngeren Generation, die mit den digitalen Welten aufwuchs, und den Generationen, die bereits erwachsen waren, als sie mit dem Internet und sozialen Netzwerken in Kontakt kamen. Mit einem Fuß in jeder der beiden Welten, stellt sich für die Protagonistin die Frage nach der Realität ihres virtuellen Lebens und dem Wert von Realität. Sind die virtuellen Klone ihrer selbst, tatsächlich nur Aspekte ihrer eigenen Person oder entwickeln sie ihr eigenes Leben, losgelöst von ihrer Schöpferin?

TPC ist eine experimentelle Tanzperformance, die Elemente einer Tanzinstallation mit denen einer Aufführung verbindet. Die existentiellen Oppositionen zwischen real und virtuell, Wunsch und Sein, Original und Klon, werden in TPC auf der Bühne greifbar gemacht, indem die Protagonistin gleichzeitig als Tänzerin, als auch in Form verschiedener Hologramme, auf der Bühne zu sehen ist. Es entspinnt sich ein getanzter Dialog zwischen der Tänzerin und den Hologrammen ihrer selbst. Die Zuschauer haben dabei die Möglichkeit sich frei zwischen den Hologrammen und der Tänzerin zu bewegen um eine eigene Antwort auf die Frage zu finden, ob nur real ist, was man tatsächlich sehen und berühren kann.

Künstlerische Leitung, Konzept, Choreografie und Tanz: Sara Blasco Gutiérrez
Fotografie, Videomaking & Video Art: Alessandro De Matteis
Dramaturgie: Andrea Bleikamp & Rosi Ulrich
Postproduktion Hologramme und Video: Tobias Zimmermann
Bühnenbild / Installation der Hologramme und Lichtdesigner: Jan Kutscher
Projektmanagement: Anika Bendel
Presse und Öffentlichkeitsarbeit: Mechtild Tellmann

 

Eine Koproduktion von Sara Blasco Gutiérrez mit dem WEHR51, in Kooperation mit Freihandelszone - ensemblenetzwerk köln