3 Schwestern #voller Liebe im Kampfmodus

schmitz+möbus kollektiv & WEHR51 präsentieren

Förderpreis des KunstSalon Köln

29. August 2022, 20 h, atelier moblie, Alfred-Schütte-Allee 165, Köln
02. September 2022, 20 h, Maastrichter Salon, Maastrichterstraße 17, 50672 Köln

Ein Küchentisch, zwei Stühle, zwei Schwestern: In „3 Schwestern #voller Liebe im Kampfmodus“ geht es um Schwesternschaft, um die Besonderheit und Intensität dieser speziellen Beziehung.

Der anregende Theaterabend zeigt eine moderne Perspektive auf sich stetig wandelnde Schwesterbeziehungen und schärft den Blick des Publikums auf die eigenen familiären Strukturen: Welche Konsequenzen hat es für den eigenen Lebensweg, Schwester zu sein? Welches Rollenverständnis ergibt sich daraus, welche gesellschaftlichen Projektionen gibt es? Ob genetische Nähe oder emotionale Verbundenheit: Schwesternbeziehungen sind anrührend, erstaunlich, machen manchmal ratlos und stets neugierig. Schwestern teilen die gleichen Erlebnisse, doch dahinter verbergen sich immer auch zwei Wahrheiten.

Ein Küchenradio, eine Obstschale, ein Playmobilhaus und zwei Handbeamer führen durch die szenische Umsetzung. Livekamera und Headsets transportieren die intimen Inhalte in die privaten Räume der Zuschauer*innen, wo Bilder von Kindheitsorten entstehen.
Interviews aus dem engen familiären Umkreis, dokumentarisches Material, literarische Erinnerungen, fiktive Erzählungen und Videoprojektionen werden durch spielerische Szenen ergänzt und bringen Situationen zurück, in denen gelacht, gestritten und gemeinsam gelebt wurde.

Die Theatermacherinnen Anna Möbus und Franziska Schmitz sind keine Schwestern, haben aber eine Gemeinsamkeit in ihren familiären Biografien: In beiden Familien ist ein Geschwister durch einen Unfall verstorben. In ihrem ersten gemeinsamen Stück untersuchen Anna Möbus und Franziska Schmitz, wie der Verlust sich auswirkt. Basis dafür sind sehr persönliche Interviews mit Familienmitgliedern verschiedener Generationen. Was löst ein solch traumatisches Erlebnis wie der Verlust der Schwester aus? Verrücken sich die innerfamiliären Positionen?

Schauspiel/ Konzept: Anna Möbus + Franziska Schmitz | Regie/ Konzept: Andrea Bleikamp | Choreographie: Sophie Killer | Dramaturgie: Rosi Ulrich | Video: Videokiosk - Sebastian Steimel und Sophie Schumacher-Hernández

Opfer der Pandemie: UA 28. Mai 2021, 20 h, Mannheim, Premiere: 2. Juli 2021, 17,00 / 19.30 h, Café der Diakoniekirche Luther, Mannheim
24. & 26. März 2022, jeweils 20h, Freihandelszone, Krefelder Str. 71, 50670 Köln
30. April & 01. Mai 2022, jeweils 19h, Gebäude 9, Deutz-Mülheimer Str. 117, 51063 Köln
21./22. Mai 2022, jeweils 20h, zeitraumexit, Hafenstraße 68, 68159 Mannheim
01. Juni 2022 um 20h, Niehler Freiheit, Vogelsanger Str. 385, 50827 Köln
22. Juni 2022 um 20h, Alte Mühle, 16244 Groß Schönebeck
25./ 26. Juni 2022 jeweils 20h, Brotfabrik, Caligariplatz 1, 13086 Berlin
29. Juni 2022, 20h, Maastrichter Salon, Maastrichterstraße 17, 50672 Köln

Presse

"Dass dem Stück stundenlange Interviews im Familienkreis vorangingen, die auch den Gesprächspartnern die Möglichkeit gaben, die eigene Sprachlosigkeit oder besser den eigenen Sprachverlust angesichts eines Kindstodes zu durchbrechen, ist dem Stück, in das die Ergebnisse einfließen, gut bekommen. Und so geht die Zeit, die hier nur so verfliegt, in einer hohen Bugwelle zu Ende, ehe das Publikum sich in einen aufschäumenden Applaus stürzt, der nicht mit Bravo-Rufen spart. Andrea Bleikamp darf sich hier zu Recht einmal mehr auf die eigenen Schultern klopfen, Anna Möbus und Franziska Schmitz haben einen grandiosen Einstand geliefert" (O-Ton, Michael S. Zerban)

"Die beiden Schauspielerinnen @annamoebus und @schmitz_franziska sind nicht miteinander verwandt, haben aber in den Biographien ihrer jeweiligen Familie geforscht. Die sehr persönlichen Gespräche mit ihren Müttern und deren Schwestern ist die Basis des Stückes, in dem sich biografische mit fiktiven Erzählelementen zu einem intensiven Theatererlebnis verbinden, zwischen klassischem Erzähltheater und therapeutischer Familienaufstellung.
Ein Puppenhaus wird auf den Tisch gestellt und beim Platzieren der kleinen Püppchen in den jeweiligen Zimmern werden Erinnerungen an alte Zeiten wach. In das heitere Spiel um die Rückbesinnung auf gemeinsame Erlebnisse mischt sich urplötzlich tiefe Trauer. Der Tag, an dem ein Unfalltod eines Geschwisterkindes die Kindheit mit einem schweren Trauma belegte, rückt ins Bewusstsein. Bei beiden Müttern der Schauspielerinnen gab es tatsächlich einen Todesfall im Geschwisterkreis. Behutsam und mit feinem Gespür für die Fragilität dieser intimen Trauerfälle werden die traumatischen biografischen Erfahrungen in eine starke, fiktive Geschichte umgewandelt." (kritikgestalten, Norbert Raffelsiefen 18.3.22)

Produziert von schmitz+möbus kollektiv, in Kooperation mit WEHR51
Förderer Kulturamt Mannheim, LBBW Stiftung, Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR (#takeaction und #takeheart Wiederaufnahmeförderung), NRW-Stipendium.
unterstützt im Rahmen des Programms Freiwilderer der Freihandelszone, Köln

fhz